Es stand in raum&zeit:

Energiesparlampen sind gesundheitsschädlich

Sowohl im Jahr 2007 („Hände weg von Energiesparlampen“, raum&zeit Nr. 147) als auch im vergangenen Jahr („Schädliches Licht. Warum Energiesparlampen krank machen“, raum&zeit Nr. 156) warnten wir vor den jetzt von der EU verordneten Energiesparlampen. Jetzt stimmen auch zahlreiche Wissenschaftler in unseren Chor mit ein. In der TV-Sendung „Report“ aus München in der ARD sagte zum Beispiel Dr. Dieter Kunz, Chefarzt Psychiatrisches Uniklinikum Charité: „Die heute gebräuchlichen Energiesparlampen haben einen hohen Blauanteil. Und Licht aus dem blauen sichtbaren Spektrum ist ein Takter für die innere Uhr am Tage. Das heißt, es ist sehr gut für die innere Uhr, wenn am Tage ein hoher Blauanteil da ist.

   Wenn dieser Blauanteil aber während der Nacht vorhanden ist, dann ist das das falsche Signal an die innere Uhr und bringt diese durcheinander. Störungen der inneren Uhr – wissen wir heute – führen zu Störungen in jedem Bereich der Medizin; wir wissen, dass das zum Beispiel Einfluss hat auf Tumorerkrankungen, aber auch auf Herzinfarkte, auf Depressionen und eine ganze Reihe von anderen Erkrankungen.“

   Der Lichtdesigner und Elektroingenieur Professor Heinrich Kramer von der Universität Aachen ist davon überzeugt, dass auch die neuen Sparlampen, die ein wärmeres Licht versprechen, das bedenkliche Blau in ihrem Spektrum enthalten. Prof. Kramer: „Es ist und bleibt immer der selbe Blauanteil in der Lampe drin und der schädigende Anteil bleibt eben auch der gleiche. Das ist ganz unabhängig von der Art der Lichtfarbe, die ich kaufe, ob warm-weiß oder neutral-weiß oder Tageslicht-weiß.“

   Auch Prof. Ottmar Edenhofer, Co-Vorsitzender im Weltklimarat, bezweifelt den lauthals propagierten Nutzen der Sparlampen: „Das Verbot ist blinder Aktionismus und zeugt von einer Regulierungswut, die der Klimapolitik kaum hilft.“

   Der renommierte Klimaökonom Andreas Löschel vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung findet, dass die Sparbirnen nicht nur gesundheitlich bedenklich, sondern auch wirtschaftlich unsinnig seien. Dass die Sparlampen ihren Zweck, den Energieverbrauch zu senken, erfüllen, bezweifelt Gabriele Achstetter von Öko-Test.

   In der Süddeutschen Zeitung sagte sie: „Wenn man hochrechnet, wie viele Energiesparlampen man bräuchte, um die Helligkeit einer normalen Glühbirne zu erreichen, ist die eingesparte Energie viel geringer, als die Werbung verspricht: Die Lampen verbrauchen niemals 80 Prozent weniger als herkömmliche Lichtquellen. Es gibt sogar ein Modell, das bei gleicher Helligkeit mehr Strom benötigt als die herkömmliche Glühbirne.“    (PO)
   
Quellen: raum&zeit;  www.br-online.de; Süddeutsche Zeitung

 
     

Helmut Langenbach
Mitglied der Bürgerwelle e.V. 
E-Mail: strahlung.gratis@online.de