Kleine 'Atomkraftwerke':

Handys strahlen so stark, dass die DNA beschädigt wird

  

Aufgrund der widersprüchlichen Ergebnisse zu dem Thema Handystrahlung wurde die europäische 'Reflex'-Studie ins Leben gerufen, um endlich Klarheit zu schaffen. Das Ergebnis ist erschreckend, denn selbst in kleiner Dosis kann sie das Erbgut schädigen.

Man hat für die Untersuchung sehr hohe Qualitätsmaßstäbe gesetzt, um möglichst gute Resultate zu erhalten. Schon durch eine Strahlung von 0,3 SAR/Kg (die Einheit der Strahlungsintensität) wird die DNA verändert, wodurch z. B. Krebs entstehen kann.

Der aktuelle Grenzwert für Handys liegt bei 2,0 SAR/Kg, deshalb fordern die Forscher eine Senkung auf 0,2 SAR/Kg, was die Empfangsqualität aber nicht schmälern soll. Es wird geraten Kinder von Handys fernzuhalten und selber die Nutzung einzuschränken.

Quellen: Mobilfunk-Newsletter der Bürgerwelle 

   

Handy-Strahlung verändert die DNA:

Schon geringere Dosen können schädlich sein!

 

 Die Studienautoren fordern jetzt strengere Grenzwerte

    

Dass Handys im Flugzeug oder im Krankenhaus die Funktion von empfindlichen technischen Geräten beeinträchtigen oder stören können, ist bekannt. Für Wirbel sorgt eine große europäische Studie, die aufzeigt, dass die Strahlung zumindest im Labor das Erbmaterial menschlicher Zellen verändert. Angesichts des beunruhigenden Befunds sollte nach Ansicht von Forschern eine Folgestudie klären, ob und unter welchen Umständen die Strahlung auch lebende Organismen schädigt.


Sir William Stewart is President of the Royal Society of Edinburgh and Chairman of the Microbiological Research Authority
Kinder unter neun Jahren von Mobiltelefonen fern halten

Die Empfehlung des britischen Nationalen Strahlenschutzkomitees (NRPB) ließ an Klarheit nichts zu Wünschen übrig: Eltern, so der NRPB-Vorsitzende William Stewart, sollten Kinder unter neun Jahren von Mobiltelefonen fern halten. Auch Erwachsene sollten die Nutzung der Geräte auf das Notwendigste beschränken. Zwar gebe es keinen Beweis dafür, dass die von Handys ausgehende Strahlung für den Menschen gefährlich sei. Dies lasse sich aber auch nicht ausschließen, sagte Stewart. Der NRPB-Vorsitzende bezog sich dabei unter anderem auf das im vergangenen Dezember vorgelegte Resultat der von der Europäischen Union finanzierten so genannten Reflex-Studie, an der zwölf Forschergruppen aus sieben Ländern mitgewirkt hatten.


„Die Reflex-Studie wurde ins Leben gerufen, weil so viele unterschiedliche wissenschaftliche Befunde vorlagen“, berichtet der Wiener Arbeitsmediziner Professor Hugo Rüdiger. „Wir wollten ein klares Ja oder Nein auf die Frage, ob elektro-magnetische Strahlung biologische Veränderungen bewirkt.“ Angesichts widersprüchlicher Resultate aus früheren Studien sollten eine über jeden Zweifel erhabene Versuchsanordnung und Vorgehensweise die Frage nach den Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung auf menschliche Zellen endgültig klären.

Glaubwürdigere Daten

„Diese Ergebnisse haben eine Glaubwürdigkeit, wie wir sie zu diesem Thema bisher nicht kannten“, betont Rüdiger. „Elektromagnetische Felder von Handys stören das genetische Material in Zellen“, fasst Rüdiger das Ergebnis zusammen, „und zwar in einer Dosis, die viel geringer ist, als man bisher wusste“. Mit der Veränderung des genetischen Materials geht nach Einschätzung des Mediziners ein erhöhtes Krebsrisiko einher. Ob diese im Labor nachgewiesenen Schäden auch auf lebende Organismen übertragbar sind, ist nicht geklärt. „Wir bemühen uns sehr um weitere Studien, aber Brüssel hüllt sich in Schweigen“, sagt Rüdiger.

Schon bei einem SAR-Wert - er gibt Auskunft über die Strahlungsintensität eines Handys - von 0,3 Watt pro Kilogramm beobachteten die Forscher DNA-Brüche in den Zellen. Der Grenzwert für Handy-Strahlung liegt gegenwärtig bei zwei Watt pro Kilogramm und entspricht fast dem Siebenfachen der Menge, bei der die Forscher Schädigungen feststellten. Selbst wenn verbindliche Normen ausbleiben, können Konsumenten ihr mögliches Gesundheitsrisiko minimieren. Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt, beim Kauf eines Mobiltelefons auf einen möglichst niedrigen SAR-Wert zu achten. Als strahlungsarm bezeichnet das BfS einen SAR-Wert von 0,6.

 

Handy-Masten beeinflussen EEG: Weltweit erster Nachweis kommt aus Salzburg!

  

Hirnströme werden im Umkreis von 80 Metern verändert

 

In einer Salzburger Studie konnte nun weltweit erstmals nachgewiesen werden, dass nicht nur die Strahlung eines Handys zu einer Veränderung der Gehirnströme führt, sondern dass auch Mobilfunk-Sendeanlagen diese beeinflussen. Die veränderten Hirnströme wurden mit dem EEG aufgezeichnet. Auch die Testteilnehmer schilderten verschiedene Symptome, wie Herzbeklemmung, Nervosität oder Ohrengeräusche, wie Studienautor Gerd Oberfeld berichtete.

   

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen die Notwendigkeit, so Oberfeld, die Gesundheitsbelastung durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung zu reduzieren und die Forschung zu intensivieren. Die Ergebnisse zeigen weltweit erstmals, dass die Einstrahlung einer Mobilfunk-Sendeanlage (GSM 900/1800 MHz) in etwa 80 Meter Distanz zu signifikanten Veränderungen unterschiedlicher EEG-Parameter führt. Die Ergebnisse sollen nun in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht und durch weitere Untersuchungen abgesichert werden.

Religionsraum als Forschungslabor
Anlass für die Studie waren Klagen der Rudolf-Steiner-Schule in der Stadt Salzburg über eine Mobilfunk-Sendeanlage in etwa 80 Metern Entfernung. Im August 2004 wurde daher der Religionsraum für eine Woche zum Labor für die interdisziplinäre Studie unter der Leitung des Salzburger Umweltmediziners Gerd Oberfeld. Neun Frauen und drei Männer im Alter von 20 bis 78 Jahren, die sich selber gegenüber Mobilfunk-Sendeanlagen als empfindlich bezeichneten, stellten sich freiwillig für das Experiment zur Verfügung.

Reize abgeschirmt

Die Probanden wurden in einen bequemen Polstersessel mit dem Rücken zum geöffneten Fenster gesetzt. Anschließend wurden zur Aufzeichnung der bioelektrischen Aktivität des Gehirns (Elektroenzephalogramm, kurz: EEG) mehrere Elektroden verteilt auf dem Kopf angebracht. Andere Umweltreize wurden so weit wie möglich abgeschirmt (dunkle Augenmaske und Ohrenwachs).

Sechsjährige mit Handys:
Experte fordert Verbot Europäische Experten warnen vor Gesundheits-risiko für ganz junge Nutzer Kinder mit Handys werden immer jünger. Die Kids sind Teil eines Milliarden-geschäfts. Salzburgs Umweltmedi-ziner Gerd Oberfeld sagt nun: Handys an Volksschulen sollten aus Gesundheitsgründen verboten werden.


Strahlung zeitweise erhöht
Zu Beginn des Versuches war die Strahlenbelastung im Raum bzw. bei der Versuchsperson durch einen Abschirmvorhang deutlich reduziert und betrug im Schnitt im Kopfbereich etwa 26 Mikrowatt (Millionstel Watt) pro Quadratmeter. Danach wurde für 15 Minuten der Vorhang unmerkbar für die Studienteilnehmer angehoben. Dies führte zu einem Anstieg der Leistungsflussdichte auf etwa 3.327 Mikrowatt. Danach folgte wieder eine geschirmte Phase mit rund 26 Mikrowatt.

Herzklopfen, Kopfschmerzen...
Nach Abschluss der EEG-Aufzeichnungen wurden die Studienteilnehmer gebeten, allfällige Wahrnehmungen zu schildern. Elf der zwölf Studienteilnehmer schilderten verschiedene Symptome wie etwa Bienenkorb-Surren im Kopf, Herzklopfen, Unbehagen, Benommenheit, Herzbeklemmung, Atemnot, Nervosität, Unruhe, Kopfschmerzen, Ohrgeräusch, Hitzegefühl, Niedergeschlagenheit, oder das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen.

Zum Teil erhebliche Störungen
"Diese (auch gemessenen, Anm.) Veränderungen können als Reaktion des Gehirns auf einen äußeren Reiz - im speziellen Fall durch die Strahlung einer GSM-Mobilfunksendeanlage - angesehen werden. Äußere Reize, die zu einer Reaktion des biologischen Systems führen, werden als externe Stressoren bezeichnet. Stressoren sind nicht grundsätzlich negativ, können jedoch bei zu häufigem Auftreten bzw. bei zu großer Intensität in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit des betroffenen Menschen zu Störungen der Lebensqualität, der Arbeitsleistung und der Gesundheit führen", erläuterte Oberfeld. Wegen der von fast allen Studienteilnehmern geschilderten zum Teil erheblichen Störungen des Wohlbefindens sei zumindest bei auf Handy-Strahlung empfindlichen Personen bereits bei einer kurzzeitigen Einwirkung eine solche Reaktion anzunehmen.

 

Helmut Langenbach  
Mitglied der Bürgerwelle e.V. 
E-Mail: strahlung.gratis@online.de