Hautkrebs durch Siemens DECT-Telefon GIGASET 2020

(Kutanes T-Zellen-Lymphom)

    

Die Vorgeschichte

Im Dez.1998 kauften wir uns, auf Empfehlung von Arbeitskollegen der Fernmelde-Abteilung ein schnurloses DECT-Telefon "Gigaset 2020" mit einer separater Ladestation "Gigaset 2000S". Die Basisstation wurde im Wohnzimmer in der Essecke, auf dem Nähkasten bei der Telefonsteckdose deponiert. Das Mobilteil mit Ladestation wurde in der Küche aufgestellt.

Da ich im Januar 1999 in den Ruhestand ging, saß ich täglich zu den Mahlzeiten und beim Lesen der Zeitungen ca. 2-3 Stunden mit dem Rücken im Abstand von ca. 0,55 - 0,70m zur Basisstation.

Im Oktober 2001 bekam ich handtellergroße rote Flecken am Bauch und im Lendenbereich. Ich ging zum Dermatologen, der machte einen Abstrich und verschrieb mir eine Salbe mit Cortison, dazu verordnete er 10 UV-Bestrahlung, 2 Anwendungen wöchentlich.

Beim Einreiben des Rückens entdeckte meine Frau eine apfelgroße, raue, braune Stelle auf der Wirbelsäule in Höhe der Gürtellinie. Dazu passte das Spannungsgefühl was ich seit einiger Zeit beim Krümmen des Rückens in der Wirbelsäule verspürte.

Nach 10 UV-Bestrahlungen war keine Besserung eingetreten. Ein Allergietest wurde durchgeführt. Gleichzeitig wurde wegen eines früheren Zeckenbisses Blut und eine Hautprobe entnommen. Verordnet bekam ich eine Cortison Schocktherapie mit Tabletten.

Beim Allergietest wurde Nickel, Epoxydharz und zwei chemische Verbindungen mit schwacher Reaktion festgestellt. Die Cortisonkur schlug an, die roten Flecken verschwanden, aber der Flecken auf dem Rücken blieb unverändert. Dann kam ein Vorbescheid von der Blut- und Gewebeuntersuchung. Keine Borreliose aber Verdacht auf "Kutanes T-Zellen-Lymphom". Die Proben wurden in ein weiteres Labor geschickt. Nach der Cortisonkur kamen die roten Flecken wieder.

Im Dezember 2001 haben wir das DECT-Telefon entsorgt.

Nach den Informationen aus dem Internet konnte ich mir nun auch die Herzrhythmusstörungen, den Tinnitus und sonstigen Beschwerden erklären. Bei den Untersuchungen des Hausarztes wurde kein organischer Schaden am Herzen festgestellt.

Noch 10 Tagen (im Dez. 2001) bestätigte sich der Verdacht "Kutanes T-Zellen-Lymphom".

Im Januar 2002 erfolgte die Einweisung ins Krankenhaus. Es wurden alle Organe, Drüsen, Kopf und Augen untersucht, (Blutentnahme, CT, Kernspin, Röntgen, EKG, Ultraschall, Entnahme von Knochenmark aus der Hüfte und dem Brustbein) zum Glück ohne weiteren Befund. Nach 8 Tagen wurde ich entlassen und zurück zum Dermatologen überwiesen.

Dort bekam ich in den nächsten 18 Monaten 75 Foto-Chemo-Therapien (PUVA) mit Meladinine und Schwarzlichtbestrahlung. Im Anfang 3x wöchentlich, am schlimmsten war die Übelkeit bis zu 24 Std. nach der Einnahme der Tabletten. Die roten Flecken am Körper bildeten sich zurück.

Der braune Flecken auf dem Rücken wurde kleiner und der Schorf löste sich, die Haut ist aber immer noch rau.

Alle 6-8 Wochen wird die Haut kontrolliert und zweimal im Jahr erfolgt eine große Untersuchung des Blutes und der Organe.

Seit Dezember 2001 benutzen wir wieder ein Schnur gebundenes Telefon. Wenn ich bei Besuchen in die Nähe von DECT-Telefonen oder eingeschalteten Handys komme, habe ich wieder Herzrhythmusstörungen die einige Stunden anhalten. Fast alle Nachbarn haben freundlicherweise ihre DECT-Telefone gegen CT1+ Geräte getauscht.

Dort wo sich viele Menschen aufhalten bekomme ich fast immer Herzrhythmusstörungen durch die Handys. Je nach Tageskonstitution fängt meine Haut in der Nähe von Mobilfunksender an zu prickeln (bei 0,15mW/m²).

Man kann nicht immer mit einem Messgerät durch die Gegend laufen. Es kann vorkommen, dass ich mich unbewusst in der Nähe einer Strahlungsquelle aufgehalten habe und dann einige Zeit später eine Art Schüttelfrost bekomme. 
 


Februar 2009 Nachtrag

Der erste Dermatologe ging im Januar 2005 in den Ruhestand. Der Arzt der dann die Praxis übernahm beteuerte, dass er auf meine Krankheit spezialisiert sei. Im Herbst 2007 nahm die Anzahl der Flecken stark zu. Aussage des Arztes: "Ich kann ihnen alles erklären, die Flecken haben nichts mit ihrer Krankheit zu tun"

Ich bestand aber auf einer Biopsie: Musste dann selbst bestimmen wo Haut entnommen wurde. Auf mein Verlangen wurde am Hals und aus der Kniekehle Hautproben entnommen. Ich sollte in 10-14 Tagen nach dem Ergebnis fragen:

Nach 5 Tagen rief die Sprechstundenhilfe an ich solle mich umgehend in der Praxis vorstellen: Ich bekam eine Überweisung in eine Hautklinik. Hab jetzt wieder einen anderen Dermatologen. Die Behandlung war im Sommer 2008 abgeschlossen musste aber im Herbst wieder aufgenommen werden.

Tinnitus jetzt auf beiden Ohren, Herzrhythmusstörungen treten zeitweise auf, in der Nachbarschaft 2 DECT-Telefone und 1 WLAN.

Freudenberg, Februar 2009

Helmut Langenbach
Mitglied der Bürgerwelle e.V.


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Helmut Langenbach
Mitglied der Bürgerwelle e.V. 
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