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Handystrahlen offenbar mehr als reiner Temperatureffekt


Modulation beeinflusst Aktivität

Die Gehirnaktivität des Menschen wird nicht nur durch die elektromagnetische Strahlung (Hochfrequenz) der Mobiltelefone, sondern auch durch die Art der Modulation beeinflusst. Dies haben Forscher der Universität Zürich und der Forschungsstiftung ITIS herausgefunden. Die Konsequenzen für die Gesundheit sind unklar. Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung, wie sie Mobiltelefone produzieren, beruhen auf deren thermischer Wirkung: Moleküle im Körper nehmen die Energie der Strahlen auf, geraten in Bewegung und erzeugen dadurch Wärme.
Je höher die Intensität der Strahlung, desto größer der Effekt, wie die Universität Zürich in ihrer jüngsten Publikation unipublic schreibt. Forscher des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie haben nun herausgefunden, dass nicht nur die Intensität der Strahlung von Bedeutung ist, sondern auch die Modulation, die zur Übertragung der Information verwendet wird. Die Forscher hatten dafür den Einfluss von Strahlen aus Handys mit denjenigen von Mobilfunk-Basisstationen verglichen, weil die Strahlung von Mobiltelefonen stärker moduliert und deshalb größere Intensitätsschwankungen hat als Basisstationen.

Bei den Versuchen mit stark modulierter Handystrahlung fanden die Forscher im Gehirn der Versuchspersonen eine erhöhte Aktivität in der Hirnrinde im Bereich des Arbeitsgedächtnisses. Bei der weniger modulierten Strahlung der Basisstationen trat dieser Effekt nicht auf. Dieses laut der Mitteilung auch für die Forschergruppe unerwartete Ergebnis wurde in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift „European Journal of Neuroscience“ veröffentlicht. Die Gründe für den Unterschied kennen die Forscher noch nicht. Die Wirkungsmechanismen seien unklar, so die Universität. Deshalb sind auch die Konsequenzen der Resultate für die Gesundheit unklar. Zudem weisen die Forscher darauf hin, dass die Versuchsanordnung eine künstliche Situation ist, weil die Signale der Basisstation normalerweise viel schwächer als jene der Handys sind.

 


    

Handys stören das Gehirn

  
Quelle: WOHNUNG + GESUNDHEIT/ Band: 6/1999; Seite: 36

ZUSAMMENFASSUNG:
Jüngste britische Forschungen ergaben, dass die intensive Nutzung von Handys dauerhafte Konzen-trationsschäden, Gedächtnisstörungen, Müdigkeit und andere kognitive Schwächen nach sich ziehen kann. Als Konsequenz hieraus hat die britische Regierung alle Autofahrer gewarnt; bis zu zehn Minuten nach Nutzung eines Handys bestehe für sie ein erhöhtes Unfallrisiko. Zahlreiche weitere Forschungsergebnisse bestätigen das Gefährdungspotential von Mikrowellen. So sollen Mikrowellen u.a. biochemische Vorgänge an Zellen stören und Fehlfunktionen im Gehirn auslösen.

 


  

Mobilfunk im EEG-Testlabor: Handystrahlung verändert Gehirnaktivität

Autor: MAES, WOLFGANG
  
Quelle: WOHNUNG + GESUNDHEIT/ Band: 6/1999; Seite: 36

ZUSAMMENFASSUNG:
Eine Studie der Neurologischen Klinik der Universität München stellte keine unmittelbaren Effekte im Zusammenhang mit einer Mikrowellenexposition fest. Dies rechtfertigt allerdings keine generelle Entwarnung für alle Handybesitzer, zumal langfristige Effekte nicht in Betracht gezogen wurden. Eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigte hingegen, dass elektromagnetische Felder von handelsüblichen Handys durchaus bioelektrische Gehirnaktivitäten beeinflussen. Im Rahmen der Studie wurden 16 junge Männer mit ein- und ausgeschaltetem Handy am Ohr untersucht.
Vergleichbare Resultate erzielte bereits 1992 Dr. Lebrecht von Klitzing, Universität Lübeck. Als Folge gepulster elektromagnetischer Felder stellte er ebenfalls EEG-Effekte im Hirnbereich fest, und zwar in Form von ungewöhnlichen Peaks im 10-Hertz-Bereich des EEGs. Als Ursache hierfür ist eine Störung des interzellulären Kommunikationssystems denkbar. Bei der Einführung der D- und E-Netze wurde versäumt, Grundlagenforschung zu betreiben. Als besonders problematisch scheint sich zu erweisen, dass die externen elektrischen Signale, die von den Handys ausgehen, biologisch verarbeitet werden. Die relevanten Grenzwerte berücksichtigen ausschließlich die thermischen Risiken und nicht den Bereich der Information und Bioregulation.

 


Quelle: elektrosmognews
 

Wissenschaftliche Studie: Handys verändern Gehirnströme

  
Veränderungen im EEG gefunden, die noch 15-20 Minuten nach Ausschalten des Geräts anhielten

Gehirnwellen außergewöhnlich langsam nach einer Einwirkzeit von 20-40 Sekunden

Ähnliche Veränderungen bei Kindern, die jedoch schneller auftraten (10-20 Sekunden) und länger anhielten

Quelle: Wissenschaftsdatenbank Pubmed, Int J Neurosci. 2003;113(7):1007-1019

Eine Gruppe ukrainischer Wissenschaftler des Zentralkrankenhauses Charkow um A. V. Kramarenko
hat frühere Studienergebnisse anderer Experten bestätigt, wonach Mobiltelefone Gehirnströme verändern.

Sie zeichneten EEG-Veränderungen aus, die durch den Betrieb eines Handys verursacht wurden.

Sie fanden dabei heraus, dass während der ersten 10-15 Sekunden keinerlei Veränderungen zu sehen war, nach 20-40 Sekunden fanden sie jedoch außergewöhnliche langsame Gehirnwellen mit einer Frequenz von 2,5-6 Hz.

Diese langsamen Wellen dauerten jeweils 1 Sekunde an und wiederholten sich dann alle 15-20 Sekunden. Nach dem Ausschalten des Handys verschwanden diese langsamen Wellen allmählich; lokale Veränderungen wie erhöhte Mittelfrequenz verringerten sich und verschwanden nach 15-20 Minuten.

Die Wissenschaftler stellten bei Kindern ähnliche Veränderungen fest, die langsamen Wellen mit höherer Amplitude erschienen bei Kindern jedoch eher als bei Erwachsenen (nach 10-20 Sekunden), und ihre Frequenz war niedriger (1.0-2.5 Hz). Sie dauern länger an und hatten kürzere Intervalle.

Die Wissenschaftler schlossen aus ihren Untersuchungsergebnissen, dass Mobiltelefone das menschliche Gehirn reversibel beeinflussen können, indem sie außergewöhnlich langsame Wellen im EEG wacher Personen erzeugen.

Abstrakt (Zusammenfassung) der Studie auf Englisch:

EFFECTS OF HIGH-FREQUENCY ELECTROMAGNETIC FIELDS ON HUMAN EEG: A BRAIN MAPPING STUDY.

Kramarenko AV, Tan U.

Central Clinic Hospital N5, Kharkov, Ukraine.

Cell phones emitting pulsed high-frequency electromagnetic fields (EMF) may affect the human brain, but there are inconsistent results concerning their effects on electroencephalogram (EEG). We used a 16-channel telemetric electroencephalograph (ExpertTM), to record EEG changes during exposure of human skull to EMF emitted by a mobile phone. Spatial distribution of EMF was especially concentrated around the ipsilateral eye adjacent to the basal surface of the brain. Traditional EEG was full of noises during operation of a cellular phone. Using a telemetric electroencephalograph (ExpertTM) in awake subjects, all the noise was eliminated, and EEG showed interesting changes: after a period of 10-15 s there was no visible change, the spectrum median frequency increased in areas close to antenna; after 20-40 s, a slow-wave activity (2.5-6.0 Hz) appeared in the contralateral frontal and temporal areas. These slow waves lasting for about one second repeated every 15-20 s at the same recording electrodes. After turning off the mobile phone, slow-wave activity progressively disappeared; local changes such as increased median frequency decreased and disappeared after 15-20 min. We observed similar changes in children, but the slow-waves with higher amplitude appeared earlier in children (10-20 s) than adults, and their frequency was lower (1.0-2.5 Hz) with longer duration and shorter intervals. The results suggested that cellular phones may reversibly influence the human brain, inducing abnormal slow waves in EEG of awake persons. 

 


Helmut Langenbach  
Mitglied der Bürgerwelle e.V. 
E-Mail: strahlung.gratis@online.de