Daily Mail, 23. Juni 2007

Energiesparlampen: eine Gefahr für Epileptiker

Von Eleanor Mayne
   

Die „grünen“ Sparlampen, die in britischen Haushalten obligatorisch werden sollen, können bei Menschen, die unter Epilepsie leiden, ähnliche Symptome wie bei einem epileptischen Anfall im Frühstadium verursachen.

Die Epilepsie-Vereinigung sagt, dass die Betroffenen über Schwindelgefühle, Konzentrationsverlust und Unwohlsein* klagen, nachdem sie dem Licht einer Energiesparlampe ausgesetzt waren. Die Ursache ist unbekannt, da die Lampen nicht in der Art flimmern, wie sie üblicherweise nachteilige Auswirkungen hat.

Das Thema ist wichtig geworden, weil die EU plant, innerhalb zweier Jahre alle herkömmlichen Lampen auslaufen zu lassen und sie durch Energiesparlampen zu ersetzen. In Grossbritannien leidet fast eine halbe Million Menschen an Epilepsie, und die Regierung bestätigte, dass da ein Problem entstehen könnte.

In Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage sagte der Gesundheitsminister Ivan Lewis: Es ist bekannt, dass Epileptiker unter Energiesparlampen leiden können. Wir haben nicht untersucht, wie viele Menschen davon betroffen sind.

Gestern verlangte das konservative Parlamentsmitglied Geoffrey Cox, dass die Regierung die gesundheitlichen Auswirkungen untersucht und Massnahmen ergreift, damit die Betroffenen Lampen ohne schädigende Effekte erwerben können. Im März hatte Tony Blair mit EU-Kollegen vereinbart, dass die altmodischen Glühbirnen zur Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahr 2009 aus den Privatwohnungen verschwinden müssen. Der Verkauf von Glühbirnen wird wahrscheinlich verboten werden.

Die Epilepsie-Vereinigung bestätigte, dass sie Anrufe von Personen erhalten habe, die sich über Probleme mit den neuen Lampen beklagten. Ein Sprecher sagte: „Es handelt sich nicht um Meldungen über epileptische Anfälle – es sind eher Meldungen über Beschwerden, die den Symptomen vor einem solchen Anfall ähneln. Die Forschung in dieser Sache befindet sich noch in einem frühen Stadium. Wir sind erst gerade darauf aufmerksam geworden, und wir beginnen das jetzt zu untersuchen.“

Dr. Arnold Wilkins, ein Psychologieprofessor an der Essex University, hat eine mögliche Erklärung. Er sagte: „Die neuen Lampen haben eine unregelmässige spektrale Verteilung. Das weisse Licht besteht aus einer roten und einer blauen Spitze statt aus allen Wellenlängen. Dies könnte das Erkennen von Farbunterschieden erschweren und auf Menschen schädlich wirken.“**

Ebenso gab es Klagen über Beschwerden von Lupuskranken.

In Grossbritannien gibt es etwa 16,000 Menschen, die unter Schwellungen und Schmer­zen leiden, wenn der Körper sein eigenes Gewebe attackiert.

Das Gesundheitsdepartement sagte: Dies ist ein neues Gebiet; wir geben dazu keinen weiteren Kommentar.“
 

03.07.2007 Bürgerwelle Schweiz. Dies ist eine Übersetzung des englischen Artikels unter
www.dailymail.co.uk/pages/live/articles/health/healthmain.html?in_article_id=463911&in_page_id=1774

Kommentar der Bürgerwelle Schweiz:

*Genau diese spontanen Symptome (Schwindel, Konzentrationsverlust, Unwohlsein usw.) als Folge von Energiesparlampen werden von allen Betroffenen immer wieder genannt, nicht nur von Epileptikern. Die Symptome deuten auf die direkte Einwirkung der Sparlampenstrahlung auf das Nervensystem hin, wie sie bekanntlich infol­ge verschiedenster Quellen elektromagnetischer Strahlung und Felder beobachtet werden. Vielleicht ist aber der Anteil der Menschen, die auf Sparlampen mit Beschwerden reagieren, unter Epileptikern höher als in der übrigen Bevölkerung.

**Die von Prof. Wilkins erwähnte unregelmässige spektrale Vertei­lung des Sparlampenlichtes ist wohl in erster Linie die Ursache dafür, dass viele Menschen dieses Licht als ausgesprochen unangenehm empfinden. Gewiss ist daneben nicht auszuschliessen, dass sich das unnatürliche Sparlampen-Lichtspektrum bei langfristiger Anwendung auch in schädlichen Einflüssen auf den menschlichen Organismus bemerkbar machen könnte.

     
     

Helmut Langenbach
Mitglied der Bürgerwelle e.V. 
E-Mail:
strahlung.gratis@online.de