zurück

 

 

Radio Vatikan

 

Umweltverschmutzung durch elektromagnetische Strahlung

 

Zwei Verantwortliche von Radio Vatikan sind wegen Umweltverschmutzung durch elektromagnetische Strahlen zu zehn Tagen Haft verurteilt worden. Das Gericht in Rom setzte die Strafen allerdings zur Bewährung aus. Außerdem muss Radio Vatikan die Prozesskosten – etwa 25.000 Euro – tragen sowie Entschädigung an die betroffene Bevölkerung zahlen.
 
Verurteilt wurden der Generaldirektor des Senders, Pater Pasquale Borgomeo †, sowie der zuständige Kardinal Roberto Tucci. Um die riesigen Antennenfelder für Kurzwellensendungen vor den Toren Roms waren bis vor einigen Jahren Elektrosmog-Werte gemessen worden, die deutlich über dem gesetzlichen Limit lagen. Erst nach Protesten gab Radio Vatikan nach und reduzierte die Strahlen-belelastung.

Generaldirektor von Radio Vatikan, Pater Pasquale Borgomeo , wurde zu zehn Tagen Haft auf Bewährung verurteilt.

 
 
„Habakuk und der Elektrosmog“, Spiegel, 11. Juni 2007
  

Die Verurteilung von 2 Vatikan Mitarbeitern (Jesuitenpater Pasquale Borgomeo und Roberto Kardinal Tucci) wegen zu hoher Elektro-Smogwerte in Antennennähe hat den Hintergrund, dass dort in einem Umkreis von 6 km um den Sender Kinderleukämie um 220% und auch die Sterblichkeit bei Erwachsenen durch Leukämie erhöht ist. Epidemiologischer Nachweis: " Radio-Vatikan-Sender-Studie " (Michelozzi, 2001)

  
Vorgeschichte 2001
 

Zwischen der italienischen Regierung und dem Vatikan war ein offener Streit um die  Elektrosmog-Gefährdung von Menschen durch die Sendeanlagen von Radio Vatikan entbrannt. Ein Papst-Sprecher wies ein Ultimatum des Umweltministeriums zurück. Darin hatte der italienische Umweltminister Bordon angedroht, den Sendeanlagen den Strom abzudrehen, wenn es zu keiner Lösung innerhalb von zwei Wochen käme. Im Umfeld der Antennen von Radio Vatikan wurden vermehrt Leukämie-Erkrankungen festgestellt. Als Ursache wurde der Elektrosmog der Sendeanlagen erkannt.

Der Antennenwald, der die Frohe Botschaft in 37 Sprachen rund um die Welt schickt, liegt in ländlicher Gegend, einen Steinwurf vom idyllischen Bracciano-See entfernt. Seit längerem schon ereignen sich seltsame Dinge im Schatten der rund 100 Meter hohen Sendemasten. Wenn manche Einwohner ihren Kühlschrank öffnen, ertönt die Stimme von Radio Vatikan. Andere berichten, schon wenn sie ihr Ohr an die Heizungsrohre in ihren Wohnungen halten, können sie die Gesänge der Kirchenfunker hören. Und wenn der kleine Vorortzug den mysteriösen Ort gut 20 Kilometer vor Rom passiert, dann gehen wie von Geisterhand entzündet plötzlich die Lichter in den Abteilen an - auch am hellen Tag.

Durch Klagen von Anwohnern kam die Affäre erst ins Rollen, es gebe unter ihnen deutlich mehr Leukämiekranke als anderswo. Bereits vor einem Jahr präsentierte ein Arzt im Städtchen Cesano eine eigene Statistik. Demnach gabt es 30 Prozent mehr Leukämiefälle als sonst üblich. Anwohner schrieben einen Protestbrief an den Papst und appellierten an ihn, sie „von dem unsichtbaren Übel zu befreien“. Radio Vatikan, so die Bitte, möge sich einen anderen Platz für seine 30 Riesen-Antennen suchen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation stehe eine fundierte Studie über den Elektrosmog und die Leukämie-häufigkeit in dem Gebiet noch aus. Aber es herrsche ohne Zweifel eine „extreme Situation“, die Sendeanlagen seien von einer ganz ungewöhnlichen Stärke. „Ein einmaliges System, das in alle Welt senden kann.“

Während sich die Experten über Emissionswerte streiten, ist aus der Angelegenheit ein politischer Fall geworden. Feinsinnig machte der Vatikan die Behörden darauf aufmerksam, dass sich der Antennenwald auf exterritorialem Gebiet befinde - der italienische Staat also gar kein Recht habe, tätig zu werden. Dies wiederum brachte den italienischen Umweltminister Bordon in Rage. „Das wäre ja, als wenn die Leute in einer Botschaft gefährliche Dinge aus dem Fenster werfen, die die Gesundheit der Bewohner gefährden.“  

*

   

Studien zur Auswirkung von Hochfrequenzstrahlung auf die Gesundheit des Menschen:

" Radio-Vatikan-Sender-Studie " (Michelozzi, 2001) :
Epidemiologischer Nachweis, dass in 6 km um den Sender Kinderleukämie um 220% und die Sterblichkeit an Erwachsenen Leukämie erhöht sind.

Elektrosmog von Radio Vatikan als Ursache für Krebs (Andrea Micheli, 2010)

Weitere Studie bestätigt bisherige Ergebnisse

" Cherry-Studie " (Cherry, 1999) :
Kausaler Zusammenhang von Tumorfällen und Anzahl der aktiven Sender in Abhängigkeit der Distanz. 

" Großbritannien " (Dolk ,1997) :
Bis zu neunmal mehr Leukämiefälle bei Erwachsenen als im Landesdurchschnitt mit Abnahme der Fallzahlen mit der Entfernung zum Sender.

" Lilienfeld-Studie“ (Goldsmith, 1997 ) :
Krebsrisiko in der amerikanischen Botschaft in Moskau durch Mikrowellenstrahlung (deutlich unterhalb der Deutschen Grenzwerte) während des Kalten Krieges 4:1 erhöht.

" Nord-Sydney-Leukämie-Studie " (Hocking ,1996) :
signifikanter Anstieg von Leukämiefällen und allgemeiner Sterblichkeit im Umfeld der Radio und Fernsehsender.

" Schwarzenburg-Studie " (Abelin, 1995) :
Um den Kurzwellensender finden sich dosisabhängig Schlafstörungen (5:1), Depressionen (4:1) und Krebs (3:1) erhöht.

" Hawai-Studie " (Maskarinec,1994) :
Erhöhte Leukämiefälle bei Kindern um die Sendetürme von Radio Hawai.

" Sutro-Tower-Studie" (Selvin, 1992) :
Erhöhte Krebsrate bei Kindern um den Berg Sutro in San Francisco, hochsignifikanter linearer Dosis-Wirkungs-Zusammenhang für alle Krebsarten, insbesondere für Gehirntumoren.

 

Letzte Bearbeitung: 24.07.2010


Helmut Langenbach
Mitglied der Bürgerwelle e.V. 
E-Mail: strahlung.gratis@online.de