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Verdopplung “aggressiver“ Gehirn-Tumoren in Dänemark

Quelle: Microwavenews

Freitag, 09. November 2012

http://microwavenews.com/short-takes-archive/spike-brain-cancer-denmark

Der Danish Cancer Society berichtet, dass die Zahl der Männer mit Glioblastom der bösartigsten Krebs-Art im Gehirn sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt hat Hans Skovgaard Poulsen, der Leiter der Neuro-Onkologie am Copenhagen University Hospital, nennt es eine “erschreckende Entwicklung“ 

Die Gesellschaft stellt weder eine Verknüpfung mit dem Anstieg der Handy-Nutzung noch irgendeinem anderen Zusammenhang her. “Wir haben keine Ahnung, was sie verursacht hat,“ sagte Poulsen in einer Erklärung der Danish Cancer Society vom 2. November. 

Sowohl die Interphone-Studie als auch die Gruppe um den Schweden Lennart Hardell haben berichtet, dass langfristige Handy-Nutzung mit höheren Raten von Gliomen assoziiert ist. (Glioblastom ist eine Art von Gliomen.) 

“Ich denke, die Daten sind wahr und gültig“, sagte Christoffer Johansen der Danish Cancer Society den Microwave News. Johansen ist Mitglied des Teams, das an der dänischen Kohortenstudie zur Untersuchung möglicher Verbindungen zwischen Handys und Hirntumoren gearbeitet hat. Die Gruppe hat lange behauptet, dass es keine Verbindung gibt.

[Hier Analyse der dänischen Kohortenstudie.]

Wie Paulsen hat Johansen keine Erklärung dafür geboten, was zu dem Anstieg geführt haben könnte. 

Joachim Schüz ‚ der an der Danish Cancer Society gearbeitet hat und nun beim IARC ist, konnte für einen Kommentar nicht erreicht werden. Schüz und Johansen waren Mitglieder des Interphone-Projekts und arbeiten an der dänischen Kohortenstudie. 

Schüz hat lange gesagt, dass er nicht glaubt, dass Handys ein Gehirntumor-Risiko darstellen. Eines seiner wichtigsten Argumente gegen eine derartige Assoziation war, dass die nationalen Krebs-Statistiken relativ stabil blieben.


Handys: Langzeitnutzung erhöht Risiko für Gehirntumor

Freitag, 5. Oktober 2007

München (netdoktor.de) - Der Gebrauch eines Handys über einen Zeitraum von zehn Jahren oder länger verdoppelt das Risiko für bestimmte Gehirntumore. Das berichten Forscher um Lennart Hardell vom University Hospital im schwedischen Örebro im Fachmagazin "Occupational Environmental Medicine" (September 2007). Die Wissenschaftler hatten für ihre Arbeit 18 Studien aus verschiedenen Ländern ausgewertet, die sich mit der Langzeitnutzung von Handys und dem Auftreten verschiedener Gehirntumore befassten.

In elf der Studien erfolgte der Gebrauch der Mobiltelefone über zehn Jahre oder länger. Das Ergebnis der Auswertung: Bei Menschen, die seit mindestens einer Dekade ein Handy zum Telefonieren verwenden, ist das Risiko für ein so genanntes Akustikusneurinom um den Faktor 2,4 erhöht und jenes für ein Gliom um das Doppelte. Als Akustikusneurinom bezeichnen Mediziner einen gutartigen Tumor des Hör- und Gleichgewichtsnerves. Gliome sind gut- oder bösartige Tumoren, die sich aus den Stützzellen des Gehirns (Gliazellen) entwickeln. Den Studien zufolge traten Gehirntumore besonders auf jener Kopfseite auf, an die das Handy beim Telefonieren gehalten wird.

Nur in einer der 18 Forschungsarbeiten konnte kein erhöhtes Tumorrisiko bei Handygebrauch festgestellt werden. Dafür ergab diese Studie, dass solche Tumoren bei Handybenutzern im Schnitt größer waren als bei Menschen, die kein Mobiltelefon verwendeten. Die Ergebnisse der Datenauswertung zeigen nach Ansicht der Wissenschaftler ein beständiges Muster für den Zusammenhang zwischen dem Langzeitgebrauch von Handys und dem Risiko eines Gehirntumors.

 In bisherigen Studien sei der untersuchte Zeitraum nicht ausreichend gewesen, um Langzeitfolgen der Mobilfunkstrahlung nachzuweisen, sagen Hardell und seine Kollegen. Zum jetzigen Zeitpunkt könne zudem nicht ausgeschlossen werden, dass Handys auch das Risiko für weitere Arten von Gehrintumoren steigern. (mf)

Quelle: NetDoktor News  04.10.2007  www.netdoktor.de
   

Helmut Langenbach
 E-Mail: strahlung.gratis@online.de